Denkwerkstatt für Manager

Geschwill & Nieswandt

14. Symposium – Perspektiven der Kultur- und Personalarbeit in Unternehmen

Endlich war es wieder soweit: Am 08.11.2025 fand das nunmehr 14. Symposium der Denkwerkstatt an bewährtem Ort im Musikpark Mannheim statt. Nachdem die Gäste als erste Hürde die neue Schranke zu den Parkplätzen mit dem digitalen Parksystem der Stadt Mannheim schließlich bewältigen konnten, konnten wir mit einer leichten Verspätung starten.

Dieses Symposium führte und wieder zu den Ursprüngen der Denkwerkstatt zurück. Wir konnten drei Referenten für uns gewinnen, die jenseits des Mainstreams neue Wege gehen, von denen unsere Partner profitieren können.

Doch zunächst stellten Martina Nieswandt und Roland Geschwill ihr neuestes Buchprojekt vor: Wirtschaft für eine offene Gesellschaft – Workbook wie sie ihr Unternehmen für Freiheit, Vielfalt, Verantwortung und Leistung positionieren. Unsere Freiheit und Demokratie stehen unter Druck wie wir alles es uns niemals vorstellen konnten. Anlass genug für uns, Ideen zu entwickeln, was Unternehmen außer einem entsprechenden Wahlaufruf sonst noch aktiv zur Verteidigung beitragen können.

Im Anschluss stellte Tanja Wielgroß die Arbeit des Start Up’s Stella Circle vor. Mit ihrem Ansatz der Managemententwicklung durch praxiserfahrene Navigator*innen bietet sie ein neues Angebot für das Topmanagement. Die angeregeten Fragen und späteren Gespräche in den Pausen zeigte, dass Stella Circle einen Nerv traf.

In der Denkwerkstatt ist es seit jeher Tradition, sich immer weiter mit neuen Themen zu beschäftigen und zu hinterfragen, wie diese für Unternehmen hilfreich sein können. So auch in diesem Jahr wieder. Claudio Thunsdorff hat sich gemeinsam mit Niko Schmid und Steffen Göbel tiefer mit der Idee von Superforecastern beschäftigt. Superforecaster sind Menschen, die besonders gut in der Lage sind, Entscheidungen zu treffen und zukünftige Entwicklungen bereits frühzeitig in diese zu integrieren. Wäre es nicht toll für Unternehmen zu wissen, welche Menschen das sind? Und sitzen sie auch wirklich an der richtigen Stelle im Unternehmen? Und wäre es nicht hilfreich bei der Personalauswahl für Führungskräfte auch einschätzen zu können, ob der Kandidat/die Kandidatin zu diesen Menschen gehört? Dies Fragen haben sich die drei auch gestellt und haben nach intensiver Literaturrecherche eine Beta-Version für ein entsprechendes Testsystem erstellt. Nun gilt es, eine Stichprobe zur Validierung des Instrumentes zu gewinnen. Erste Kunden haben bereits ihr Interesse dafür gezeigt.

Mitarbeiter*innen, die nicht nur selbstverantwortlich arbeiten sondern auch Teilhaber am Unternehmen sind? Ach, das geht doch nur im Ausland!....Denkste! Matthias Knölle stellte das Unternehmen AEB, Stuttgart vor. Das Unternehmen stellt die Menschen wirklich in den Mittelpunkt. Matthias nahm uns mit auf die Entstehungsgeschichte dieses außergewönlichen Unternehmens mit ausgeprägter Mitarbeiterbeteiligung. Da wird der Mitarbeiter wirklich zum Unternehmer im Unternehmen.

Während des Mittagessens, welches wieder vom bewährten Team „Die Küche“ im Musikpark zubereitet wurde, fanden die Gespräche kein Ende und wie immer war es eine Herausforderung, wieder alle Gäste in den Tagungsraum zu navigieren. Denn hier wartete bereits das nächste Highlight.

„Unsere Freiheit und unsere Demokratie – was wir an ihr haben und was wir tun müssen, um sie zu verteidigen“ Der Präsident des Verfassungsschutzes Thüringen, Stefan Kramer hielt einen engagierten und lebhaften Vortrag darüber, was wir an ihre haben und was wir tun müssen, um sie zu verteidigen. Mit seinem Vortrag sprengte er zwar unseren üblichen Rhythmus, doch die Reaktionen der Gäste gaben uns recht. Es war aufrüttelnd und hat zum Nachdenken angehalten. Jede*r kann etwas tun, es ist nicht immer die große Geste oder Handlung. Stellung beziehen können wir alle. Wir wünschen Stefan weiterhin viel Kraft und Resilienz, seine wichtige Arbeit auch gegen massive Anfeindungen und Bedrohungen weiter fortzusetzen!

Die Zeit vergeht stets viel zu schnell auf den Symposien. Es brauchte noch einige Zeit nach der offiziellen Verabschiedung, bis sich wirklich alle auf den Heimweg machten, denn es gab noch so viel zu besprechen.

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